Französisch-Guayana – Wir haben ihn, Retroculus septentrionalis!
Um es gleich vorweg zu nehmen, wir konnten drei Exemplare des seltenen Retroculus septentrionalis fangen. Wenn alles gut geht, sollten die Tiere noch vor Ostern in Oberbayern im Aquarium schwimmen.
Das wären wahrscheinlich die ersten Exemplare seit 1987, die den Weg in die Aquaristik finden!
Die mit den Buntbarschen der Gattung Geophagus und Gymnogeophagus verwandten Tiere sind leider schwierig in der Zucht.
Nur wenigen Aquarianern ist überhaupt die Vermehrung von Retroculus bisher gelungen.
Die Anfahrt zum Oyapock war sehr beschwerlich. Durch den Regen waren die Pisten aufgeweicht und die schweren Maschinen der Bautrupps haben den Untergrund stark aufgewühlt.
Unser extrem geländegängiger Toyota hat es kaum mit der Untersetzung geschafft, voran zu kommen. Auf dem Rückweg blieben wir an einer Steigung hängen. Mit viel Gefühl und Muskeleinsatz ging es dann zum Glück zentimeterweise voran.

Ein Blick in die Tonne. Der Monsterwels ist ein Lasiancistrus, die kleineren Welse gehören zur Gattung Guyanancistus.

Cteniloricaria fowleri gab es reichlich. Der Oyapock scheint ein idealer Lebensraum für diesen Harnischwels zu sein.

Wir haben ihn, den "Erdfresser" Retroculus septentrionalis. Der Fang dieser Art war eines der Ziele der aktuellen Expedition.

Die Buntbarsche der Gattung Guyanacara haben hier gelbe Flossen. In den kleineren Gewässern finden wir Tiere mit überwiegend roten Flossen.
Das Fangen von Fischen in der reißenden Strömung des Oyapock ist ganz schön anstrengend. Hinzu kommt das feucht-warme Klima bei Temperaturen um 30° C.







