Mbunas – Die Felsencichliden des Malawisees in Ostafrika

"Melanochromis auratus" war die erste Mbuna-Art, die um 1960 in Deutschland eingeführt wurde. Sie sorgte sofort für Furore.
Der Malawisee (früher Nyassasee) ist mit nahezu 31.000 qkm Fläche und einer maximalen Tiefe von 700 m der drittgrößte See Afrikas und der neuntgrößte weltweit.
Er wird umrahmt von Bergketten, die an der Nordwestküste im südlichen Tansania bis zu 3.000 m hoch sein können.
An den Felsenrändern des Malawisees sind die Mbunas beheimatet. Es sind kleine bis mittelgroße Cichliden (Buntbarsche), die sich vom Aufwuchs der Felsen ernähren.
Diese Tiere sind nicht nur schöne Farbkleckse im Aquarium. Sie sind allesamt Maulbrüter und zeigen ein interessantes Verhalten.
Die Nahrungsgrundlage der Mbunas bildet der sogenannte Aufwuchs, bestehend überwiegend aus Algen und Bakterien. Darin leben auch eine Vielzahl von Organismen wie Würmer, Kleinkrebse und Insektenlarven.
Dieser Aufwuchs wird von den Felsencichliden durch unterschiedliche Techniken abgeweidet. Durch Abschaben, Abzupfen oder Durchkämmen.

"Maylandia aurora" frisst alle gängigen Futtersorten. Um eine Verfettung zu vermeiden, sollte pflanzliche Nahrung Hauptbestandteil der Fütterung sein.

(Foto: Ingo Seidel) "Labidochromis caeruleus" ist wohl der bekannteste Malawi-Cichlide. Er wird meist unter dem Namen "Yellow" (=gelb) gehandelt.

(Foto: Ingo Seidel) Mit einer Endgöße von 9 cm gehört "Iodotropheus sprengerae" ebenso wie der "Yellow" zu den kleinen Vertretern der Mbunas.

"Labidochromis spec. hongi" gibt es in verschiedenen Standortvarianten, die sich in der Färbung unterscheiden können.
Bis auf wenige Ausnahmen leben alle Cichliden des Malawisees dort endemisch, d.h., sie kommen ausschließlich in diesem Gewässer vor und sonst nirgends auf der Welt.
Mehr Informationen über die Mbunas (Felsencichliden) des Malawisees sind im AquaNet-Lexikon zu finden.


