Stiefkinder im Aquarium – Süsswassergrundeln aus der Familie Gobiidae

(Foto: Dirk Reiter) Grundeln wirken mit ihrem bulligen Kopf und dem großem Maul sehr furchteinflößend. Rhinogobius candidianus macht da keine Ausnahme.
Bisher fristeten die Grundeln (Gobiidae) ein eher unbedeutendes Dasein in deutschen Süßwasseraquarien. Warum eigentlich?
Mit ihren langestreckten Körpern und den bulligen Köpfen, den nach oben stehenden Augen, den großen Mäulern und den sichtbar zweigeteilten Rückenflossen sehen sie etwas furchteinflößend aus. Ob es daran liegt?
Die unter den Brustflossen liegenden Bauchflossen sind zu einer trichterförmigen Saugscheibe zusammengewachsen. Mit Hilfe dieser Saugscheibe heften sie sich auf harten Oberflächen wie Stein oder Felsen an.
Inzwischen erfreuen sich die Grundeln größerer Beliebtheit. Tendenz: steigend.
Das früher als unatraktiv beschriebene Aussehen der Süßwassergrundeln wird heute von Aquarianern als ungewöhnlich und interessant bezeichnet.
Mittlerweile ist auch viel mehr über das Verhalten dieser Familie bekannt.
Die meisten Vertreter der Grundeln sind sehr ruhige Fische. Sie interessieren sich meist nur füreinander und lassen sich dadurch sehr gut in einem Gesellschaftsaquarium halten.
Allerdings müssen die anderen Mitbewohner des Aquariums einen leichten Salzzusatz tolerieren. Die meisten Süßwassergrundeln leben auch im Brackwasser.

(Foto: Ingo Seidel) Brachygobius mekongensis braucht als Verstecktbrüter reichlich Steine und Wurzeln im Aquarium.
Brachigobius mekongensis ist die kleinste bislang bekannte Art innerhalb der Hummelgrundeln. Sie wird nur schlappe 2,5 cm groß und eignet sich schon für ein Aquarium von 50 l Volumen.

Die Goldringel-Grundel (Brachygobius xanthozonus) ist mit einer Endgröße von 3-5 cm auch für kleine Aquarien geeignet.

(Foto: Dirk Reiter) Gut zu erkennen, die langgestreckte Körperform und die zweigeteilte Rückenflosse bei Rhinogobius candidianus.
Grundeln besetzen kleine Reviere, die sie gegen Artgenossen verteidigen. Wichtig sind ausreichend Versteckmöglichkeiten. Sie sind Fleischfresser, die sich gern mit Lebend- oder Frostfutter verwöhnen lassen.
Mehr über die Vertreter der Grundeln (Gobiidae) gibt es im AquaNet-Zierfischlexikon.



