Der Tanganjikasee ist einer der größten Seen in Zentralafrika. Er befindet sich wenige hundert Kilometer südlich des Äquators.

Der Tanganjikasee ist einer der größten Seen in Zentralafrika. Er befindet sich wenige hundert Kilometer südlich des Äquators.

Der Tanganjikasee wird von der Weltnaturschutzbehörde IUCN als einer der artenreichsten Orte der Welt bezeichnet.

Er ist der sechsgrößte und gleichzeitig der zweittiefste See der Erde.

Der Tanganjikasee ist die Heimat einer bemerkenswerten Vielzahl von Fischarten, von denen 95% nur dort leben, das nennt man “endemisch”.

Immer wieder zieht es Aquarianer, Wissenschaftler und Biologen an diesen See um seine Artenvielfalt und das Verhalten der einzigartigen Tierwelt zu beobachten und zu erforschen.

Bei dieser Gelegenheit stellten Wissenschaftler fest, dass es einige der Seebewohner mit der Treue nicht so genau nehmen.

Allen voran “Neolamprologus pulcher”. Diese Art gehört zur sogenannten “Prinzesinnen Gruppe” und scheint es recht wild zu treiben.

Der natürliche Lebensraum von Neolamprologus pulcher, der “Prinzessin von Sambia”, ist die Felszone des Tanganjikasees. Die Tiere pflegen ihre Brut in Paaren und sie bilden Kolonien.

Ältere Jungtiere beteiligen sich an der Pflege ihrer Geschwister aus jüngeren Gelegen.

(Foto: Hans-Joachim Herrmann) Küstenabschnitt in Sambia im Süden des Sees. Unter Wasser herrscht reges Treiben.

(Foto: Hans-Joachim Herrmann) Küstenabschnitt in Sambia im Süden des Sees. Unter Wasser herrscht reges Treiben.

(Foto: E.-O. v. Drachenfels) Neolamprologus pulcher bevorzugt die Felszone am Übergang zur Sandzone.

(Foto: E.-O. v. Drachenfels) Neolamprologus pulcher bevorzugt die Felszone am Übergang zur Sandzone.

Das enge Zusammenleben der Neolamprologus pulcher erleichtert das Fremdgehen. Dies fanden Wissenschaftler heraus.

In 80% aller untersuchten Gruppen stellten sie eine gemischte Elternschaft der Jungtiere fest.

Die dominanten Männchen verbringen viel Zeit damit, ihre Position zu halten.

Dieses Verhalten nutzen anderen dominante  Männchen aus, um ein “Schäferstündchen” mit den Weibchen ihrer Kolonie zu halten.

Die "Prinzessin von Sambia" ist ein wildes "Felsen-Luder". Sie nimmt es mit der Treue nicht so genau.

(Foto: E.-O. v. Drachenfels) Die "Prinzessin von Sambia" ist ein wildes "Felsen-Luder". Sie nimmt es mit der Treue nicht so genau.

(Foto: Hans-Joachim Herrmann+) 95% der Fischarten in den kristallklaren Fluten des Tanganjikasees sind endemisch, leben nur hier!

(Foto: Hans-Joachim Herrmann+) 95% der Fischarten in den kristallklaren Fluten des Tanganjikasees sind endemisch, leben nur hier!

Untergeordnete Männchen konnten jedoch nie als Vater von Jungtieren nachgewiesen werden.

Ein weiterer Fall wurde bei den Weibchen ermittelt. In diesem Fall pflegte ein rangniederes Weibchen Nachkommen, deren Mutter ein benachbartes, dominantes Weibchen war.

Wer mehr über diese interessanten Tiere erfahren möchte, sollte sich im AquaNet-Lexikon informieren.