Innerhalb der Gattung Pelvicachromis ist P. pulcher am weitesten in der Aquaristik verbreitet.

Innerhalb der Gattung Pelvicachromis ist P. pulcher am weitesten in der Aquaristik verbreitet.

In der Aquaristik ist die Gattung Pelvicachromis die bekannteste und beliebteste Cichlidengattung aus West-Zentralafrika.

Sie werden aufgrund ihrer geringen Größe zu den Zwergbuntbarschen gezählt.

In Deutschland wird vor allem der Purpur-Prachtbarsch oder Königscichlide angeboten.

In der Farbgebung ist dieser schöne Geselle sehr variabel. Nur den dunkle Fleck auf dem Kiemendeckel der Männchen haben alle Farbformen gemeinsam.

Die weiblichen Tiere tragen ein gelbes Band in der Rückenflosse.

Farblich attraktiv, anspruchslos in der Haltung und mit seinem interessanten Verhalten ist Pelvicachromis pulcher auch für Einsteiger ein geeigneter Aquarienbewohner.

Die Heimat des Purpur-Prachtbarsch liegt im südlichen Nigeria, Ostbenim und Westkamerun. Sein Lebensraum sind stehende und fließende Gewässer mit schwach, teils stark saurem (pH-Werte bis unter 5!) und weichem Wasser.

Im Aquarium ist Pelvicachromis pulcher verhältnismäßig tolerant gegenüber den Wasserverhältnissen, die sich von denen des ursprünglichen Habitats unterscheiden können.

Schon in einem Aquarium ab 100 L Wasservolumen lässt sich dieser farbenfroher Allesfresser pflegen.

Für das Wohlbefinden der Tiere sind Versteckmöglichkeiten im Aquarium sehr wichtig.

(Foto: Ingo Seidel) Die Männchen der Pelvicachromis pulcher haben lange spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen.

(Foto: Ingo Seidel) Die Männchen der Pelvicachromis pulcher haben lange spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen.

(Foto: Ingo Seidel) Die Weibchen unterscheiden sich in Form und Farbe deutlich. Sie haben fast immer einen begrenzten zartrosa bis blutroten Bauchfleck.

(Foto: Ingo Seidel) Die Weibchen unterscheiden sich in Form und Farbe deutlich. Sie haben fast immer einen begrenzten zartrosa bis blutroten Bauchfleck.

Pelvicachromis pulcher ist ein monogam lebender Höhlenbrüter. Das Elternpaar pflegt und bewacht gemeinsam seine Brut. Es verteidigt sein Revier gegen fremde Artgenossen. Während der Brutpflege wird Pelvicachromis auch gegen artfremde Fische aggressiv.

Interessant ist das Balzverhalten. Das weibliche Tier übernimmt die aktivere Rolle. Vor dem Männchen tänzelnd, verkrümmt es den Körper S-förmig. Ihr Balzkleid ist intensiv rot-violett gefärbt.

Ein großes Weibchen legt 200-300 Eier. Während das Männchen das Revier verteidigt, pflegt das Weibchen die Eier bis zum Schlupf der Larven. Dann führt das Paar den Jungtierschwarm gemeinsam durch das Revier.

Nach 3- 4 Wochen sind die kleinen Pelvicachromis pulcher selbstständig.

Weitere Informationen sind im AquaNet-Lexikon zu finden.