Mittlerweile ein Medienstar – Der gewöhnliche Krake (Octopus vulgaris)

Der gewöhnliche Krake ernährt sich hauptsächlich von Krebstieren. Der Mensch steht nicht auf seinem Speiseplan.
In der Mythologie werden Kraken als Meeresungeheuer dargestellt. Ihre Größe wird als gigantisch beschrieben.
Auch in vielen Gruselfilmen wird der gewöhnliche Krake (Octopus vulgaris) als Vorlage für Ungeheuer mißbraucht.
Da wird gezeigt wie er einzelne Seeleute, manchmal ganze Schiffe mit seinen langen Krakenarmen in die Tiefe der Meere zieht.
Aber eigentlich ist er ein ganz harmloser Meeresbewohner.
Der Name “Krake” stammt aus dem Skandinavischen und bedeutet “entwurzelter Baum”. Die Arme erinnern durchaus etwas an Baumwurzeln.
Der gewöhnliche Krake gilt bei Gourmets als feines Appetithäppchen. Aber seit den späten 1960er Jahren haben sich die Fangmengen drastisch verringert.
In der heutigen Zeit findet der gewöhnliche Krake nicht nur für den menschlichen Verzehr Beachtung, sondern auch als Wahrsager für Ergebnisse von Fußballspielen.
Tatsächlich ist Octopus vulgaris eine recht intelligente und interessante Spezies.

Mit seinen ungestielten Saugnäpfen kann sich der Kopffüßer mittels Unterdruck an einer glatten Fläche festsaugen.

Die Saugnäpfe von Octopus vulgaris weisen keine Verstärkungsringe wie bei anderen Tintenfischen auf.
Alle Kraken besitzen kein Innenskelett. Sie sind dadurch extrem beweglich.
Der gewöhnliche Krake (Octopus vulgaris) gehört zu den Kopffüßern. Seine acht Fangarme sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu den anderen Tintenfischen, die zehn (zwei lange und acht kürzere) Arme besitzen.
Beheimatet ist der gewöhnliche Krake weltweit in den Meeren der tropischen und gemäßigten Zonen. Am häufigsten nahe Großbritannien und der südostasiatischen Küste.
Der echte gewöhnliche Krake ist möglicherweise nur in Europäischen und Nordafrikanischen Gewässern verbreitet.
Weibchen produzieren 120.000 – 400.000 Eier, die in Schnüren in Spalten und Höhlen seichter Gewässer abgelegt werden. Die Brutzeit ( 25- 65 Tage) ist abhängig von der Wassertemperatur.

Der gewöhnliche Krake soll die Intelligenz eines dreijärigen Kindes besitzen. Seine Lebensdauer beträgt im Durchschnitt 2 Jahre
Während der Brutzeit nehmen die meisten weiblichen Tiere keine Nahrung zu sich, weshalb viele nach dem Schlupf der Larven sterben.
Die kleinen Larven leben planktonisch, d.h.: sie treiben im Wasser herum ohne selbst die Bewegung in eine bestimmte Richtung lenken zu können.





