(Cyphotilapia gibberosa) Seine Größe, Schönheit, sein Charakter und seine Einmaligkeit sind für viele Aquarianer faszinierend.

(Cyphotilapia gibberosa) Seine Größe, Schönheit, sein Charakter und seine Einmaligkeit sind für viele Aquarianer faszinierend.

In deutscher Sprache trägt Cyphotilapia gibberosa Takahashi & Nakaya, 2003 den Namen “Tanganjika -Beulenkopf“. Diesen Namen hat er seinem ausgeprägten Stirnbuckel zu verdanken.

Cyphotilapia gibberosa wurde als zweite Art der Gattung Cyphotilapia beschrieben. Sie lebt endemisch in der Südhälfte des Tangangjikasee, kommt also nur dort vor.

Schon im Jahre 2006 konnte der “Tangangjika-Beulenkopf” seine 100-jährige Entdeckung durch den Belgier George Boulenger (1858-1937) feiern. Dieser gab der Art damals den Namen “Paratilapia frontosa“.

Boulenger beschrieb einen Fisch aus der Nähe von Kigoma. Diese “frontosa” weichen durch einen zusätzlichen Streifen von allen anderen heute bekannten Varianten ab und gehören nicht zu C. gibberosa. Sie heißen wie seit Jahrzehnten Cyphotilapia frontosa.

Viele Taxonomen sind nicht glücklich mit der Neubeschreibung, denn die Autoren grenzen Cyphotilapia gibberosa nicht nur von der Kigoma-Variante ab, sondern auch von einigen anderen Cyphotilapia.

Lassen wir die Taxonomie außen vor und betrachten die Art aquaristisch. Die bis zu 35 cm groß (Weibchen etwas kleiner) werdenden Cyphopilapia gibberosa sind in der südlichen Hälfte des Tangangjikasee in Felshabitaten zu finden.

Die Tiefenverbreitung reicht von 8- 100 Meter. Das typische Kennzeichen des Tangangjika-Buckelkopf sind die 5 weißen Streifen auf der blau-schwarzen Grundfärbung.

Die älteren Tiere tragen einen Stirnbuckel, der bei den Weibchen meist nicht vorkommt oder nur schwach ausgeprägt ist.

Ein Geschlechtsmerkmal kann die Länge der Ventralen (Bauchflossen) sein, je länger, desto wahrscheinlicher ein Männchen.

Ein Geschlechtsmerkmal kann die Länge der Ventralen (Bauchflossen) sein, je länger, desto wahrscheinlicher ein Männchen.

Die zuverlässigste aber schwierigste Geschlechtsbestimmung ist die Untersuchung der Genitalöffnung. Gross = Weibchen!

Die zuverlässigste aber schwierigste Geschlechtsbestimmung ist die Untersuchung der Genitalöffnung. Gross = Weibchen!

Die Beulenköpfe sind untereinander erstaunlich verträglich. Im natürlichem Lebensraum sind sie in Gruppen anzutreffen. Es sind aber keine Schwarmfische.

Auch bei einer Aquarium-Haltung sollten mindestens 5 Tiere in einem Aquarium ab 600 Liter gehalten werden. Die Art ist maulbrütend im weiblichen Geschlecht. Ausschließlich die Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs.

Diese ruhigen, wenig agil und kaum aggressiven Tiere können mit anderen Tangangjika-Cichliden vergesellschaftet werden.

Da Cyphotilapia gibberosa aber ein Beutegreifer ist, sollte auf kleine Fische und gewisse Arten (Cyprichromis) verzichtet werden.

Cyphotilapia gibberosa ist ein agamer Maulbrüter im weiblichen Geschlecht. Ein Gelege kann bis zu 50 fast erbsengroße Eier umfassen.

Cyphotilapia gibberosa ist ein agamer Maulbrüter im weiblichen Geschlecht. Ein Gelege kann bis zu 50 fast erbsengroße Eier umfassen.

Die Tiere laichen auf Sand vor Felsen ab. Mit einer Größe vo 2,5 cm werden die Jungtiere aus dem Maul entlassen.

Die Tiere laichen auf Sand vor Felsen ab. Mit einer Größe vo 2,5 cm werden die Jungtiere aus dem Maul entlassen.

Um Cyphotilapia artgerecht im Aquarium pflegen zu können, müssen die Wasserwerte für Tanganjikasse-Buntbarsche eingehalten werden.

  • pH-Wert :  7,5 – 9,0
  • Wassertemperatur: 24°C – 27°C
  • GH : 10°-30°

Das Aquarium sollte mit großen Felsgruppen, die auch Unterstände bieten und einem Sandboden ausgestattet sein. Wer mehr über den ungekrönten König des Tangangjikasees erfahren möchte, schaut ins AquaNet Lexikon.